Trauringe
Trauring: Jeder hat einen oder braucht einen!
Was wäre eine Hochzeit ohne Trauringe?
Von verwendeten Materialien über die Qualität und Pflege der Ringe bis hin zu Gravuren und geschichtlichen Hintergrundinformationen finden Sie hier kompakt alles zusammen getragen, was man über Trauringe wissen sollte.
1) Material-Information
1.1) Titan
Titanschmuck aus dem Hightech Material der Zukunft.
Titan ist extrem leicht und hitzebeständig, sowie hautfreundlich und härter als Stahl. Selbst Säuren haben kaum eine Chance Titan „anzugreifen“ bzw. zu verletzen.
Titan gibt ein sehr „weiches“ Tragegefühl und unglaublichen Tragekomfort.
Titan ist besonders und sein Abbau aufwendig, so dass es als Reinmetall vergütet (Titanbeschreibung) nur reinen Sauerstoff im Metallgitter gebunden hat.
Im Vergleich zu legierten Edelstählen oder Edelmetallen ist es reiner in seiner Konsistenz und absolut frei von Nickel.
Als High-tech Material für Raumfahrt und die optische Industrie hat es durch seine weiß-graue Farbe, seine Härte und die Korrosionsbeständigkeit besondere Vorzüge für innovatives Schmuck-Design.
Elegante Formensprache, geringes Gewicht und angenehmer Tragekomfort machen es zum echten Trendsetter in Kombination mit Platin, Gold oder Silber.
Die dezent graue Farbe macht jeden Trauring in Kombination von mit Weiß oder Gelb zu einem faszinierenden Schmuckstück.
Im Trend sind durchaus auch anodisierte und PVD beschichtete schwarze Oberflächen, die effektvoll mit Brillanten kombiniert werden können.
Aktuelle Themen und Fragen für Trauringkauf, Service wie Ringe enger machen oder Brillanten nachfassen werden in den Blogs mehr und mehr gerade bei qualitätsorientierten Schmuck-Kunden hinterfragt.
Professionell kommuniziert wird u.a. auch auf den Blog der Schmuck – Marke titanpur.de.
1.2) Edelstahl
Es gibt Klassiker, wie das Edelstahl, welches aufgrund seiner hellen und allergiefreien Beschaffenheit seit langem in der Schmuckbranche dominiert. Ein Edelstahlring z.B. ist genau wie ein 750/000 Gelbgoldring dazu in der Lage ein wunderschöner Ehering über Jahrzehnte zu sein.
1.3) Silber
Feingehalt 925/000
Legierung 92,5% Silber und 7,5% andere Materialien = Kupfer
Früher wurde Nickel verwandt, dies ist heute auf Grund der Allergien verboten.
1.4) Legierungen und ihre Zusammensetzungen
Alle folgenden Goldlegierungen sind wie folgt in ihre Feingehalte aufgeteilt.
Feingehalt 333/000 = 33,3% Gelbgold + 66,7% andere Materialien.
585/000 = 58,5% Gelbgold + 41,5% andere Materialien.
750/000 = 75,0% Gelbgold + 25,0% andere Materialien.
999/000 Feingold
1.5) Gelbgold
Da reines Gold beziehungsweise Feingold wegen seiner extremen Weichheit nicht wirklich für die Schmuckherstellung geeignet ist, werden in der Praxis fast ausschließlich Goldlegierungen verwendet. Am häufigsten werden Silber, Kupfer, Palladium und früher auch Nickel beigemischt, doch wird Nickel inzwischen nicht mehr verwendet, da es zu viele Allergien auslöst.
1.6) Weißgold
Hier finden wir die gleichen Feingehalte wie bei Gelbgold (siehe 1.4).
Weißgold hat den jeweiligen Anteil Feingold (z.B. 333/000 oder 750/000) und Silber bzw. Palladium.
Diese beiden Materialien geben dem Weißgold seine weiße Farbe. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass Weißgold in der Natur nie rein weiß ist. Es hat immer einen leicht gelblichen Touch.
Um dies auszugleichen werden Schmuckstücke rhodiniert (siehe 1.10). Hierbei wird unter einem galvanischen Vorgang Rhodium aufgetragen. Dieses Material stammt aus der Platin-Gruppe und verleiht Weißgold letztendlich seine reine, weiße Farbe.
Da sich die Schicht im Laufe der Zeit abtragen wird muss sie erneuert werden oder Sie tragen den Ring unrhodiniert, also leicht gelblich.
1.7) Rotgold
Dieses Material bezeichnet eigentlich nur die Farbe der Legierung, nicht die genaue Zusammensetzung der einzelnen Anteile. Üblicherweise besteht Rotgold aus Feingold, Silber und wegen der rötlichen Farbe einem hohen Anteil Kupfer.
1.8) Rosègold
Wie bei Rotgold handelt es sich auch hier um die Farbbezeichnung der Legierung. Rosègold ist Gelbgold mit einem recht geringen Anteil Kupfer. So wird die Farbintensität von Rotgold abgeschwächt.
1.9) Graugold
Graugold erhält seine Farbe durch die Zusätze: 15% - 20% Palladium, sowie Kupfer und Silber.
Bei Weißgold beläuft sich der Palladium-Anteil auf ca. 4% - 10%.
1.10) Rhodium
Rhodium ist ein silberweißes, sehr glänzendes, sowie beständiges und hartes Edelmetall.
Da es recht selten und damit sehr teuer ist, wird Rhodium üblicherweise nicht zu 100% zu Schmuck verarbeitet. Allerdings ist es häufig in Legierungen zu finden und verleiht beispielsweise Weißgold seinen rein-weißen Glanz.
1.11) Palladium
Es hat eine silberweiße Farbe und ist in den chemischen Eigenschaften dem sehr teuren Platin ähnlich. Dies macht Palladium zu einer äußerst interessanten Alternative gegenüber Platin. Das spezifische Eigengewicht von Palladium ist wesentlich geringer als das des Platins, worin sich auch der recht hohe Preisunterschied erklären lässt.
1.12) Platin
Als „Queen“ unter den Metallen hat Platin, ebenso wie Palladium und Rhodium eine silberweiße Farbe. Auf Grund seines sehr hohen spezifischen Eigengewichtes hat Platin äußert gute Eigenschaften. Daher wird Platin wegen seiner extremen Korrosionsbeständigkeit und der hohen mechanischen Festigkeit sehr gerne für Schmuck, Laborgeräte, Zahnimplantate usw. verwendet.
Die hohe Reinheit (95%) und die geringe chemische Reaktionsfähigkeit führen zu einer optimalen Verträglichkeit.
Platin ist das einzig rein weiße Schmuckmetall für hochwertige Trauringe Platin ist zäher als Gold, was dazu führt, dass die Form Ihrer Ringe praktisch ein Leben lang erhalten bleibt. Zudem halten Mattierungen auf Platin länger und Gebrauchsspuren aus starken Beschädigungen sind nicht so tief, wie bei Gold.
Allerdings ist Platin kaum härter als Gold. Auch ein Platinring bekommt Gebrauchsspuren.
Platin kann gefertigt werden in den Feingehalten:
585/000 Platin = 58,5% Platin + 41,5% andere Materialien
750/000 Platin = 75,0% Platin + 41,5% andere Materialien
950/000 Platin = 95,0% Platin + 5,0% andere Materialien
Eine Pforzheimer Scheideanstalt hat hochwertige Platinrohlinge in einer 585/- Legierung (58,5 % Platin, 10 % Palladium, 31% Kupfer) sowie in einer 750/- Legierung (75% Platin, 10% Palladium, 15% Kupfer) auf den Markt gebracht.
Die Farbe ist etwas dunkler als Platin 950/-, aber sehr schön neutral. Ansonsten sind die Eigenschaften eben bis auf die Reinheit mit denen von Platin 950/- vergleichbar.
2) Oberflächen und Gebrauchsspuren
Trauringe können mit unterschiedlichen Oberflächen versehen werden.
z.B. Poliert/glänzend, längsmatt, quermatt, schrägmatt, sandmatt, eismatt, gehämmert.
Die Mattierungen längs-, quer- und schrägmatt bezeichnen die Strichführung der Mattierung auf dem Ring (längs umlaufend um den Ring, quer zum Ring, schräg über den Ring).
Die sandmatte Oberfläche wird „sandgestrahlt“ womit die sehr feine sandige Oberfläche entsteht.
Eismatt ist eine Oberfläche, die eine Eiskristall-Struktur darstellen soll. Hier sind Gebrachsspuren fast nicht zu sehen.
Auf jeder Oberfläche sind Tragespuren sichtbar. Grundsätzlich mattiert sich eine polierte Oberfläche im Laufe der Zeit und eine mattierte Oberfläche poliert sich.
Bei Ringen aus Gold halten die Oberflächen, vor allem Mattierungen nur sehr kurze Zeit. Gold hat die Eigenschaft, sich ständig zu polieren. Platin ist zäher – bei Platin sowie Palladium halten die Oberflächen entsprechend länger, tragen sich aber mit der Zeit auch ab. Eine Ausnahme stellen gehämmerte oder eismatte Oberflächen dar.
3) Ringformen
Trauringe können in unterschiedlichen Ringformen gefertigt werden. Dies bietet den Vorteil, dass Sie das genau für Sie passende Profil finden.
Der Tragekomfort ist ein sehr wichtiger Punkt bei der Auswahl Ihrer Trau(m)ringe.
Wir unterscheiden zwischen der Innen-Bombierung (Innen-Rundung) und der Außen-Bombierung (Außen-Rundung).
Die Innenseite sowie Außenseite des Ringes sind maßgeblich für die genaue Passform.
Mögliche Bombierungen (Rundungen) - Profile lauten:
innen flach, innen leicht bombiert und innen stark bombiert.
aussen flach, aussen leicht bombiert und aussen stark bombiert.
Allgemein kann man sagen, dass Trauringe, die innen gerundet sind ein höheres Maß an Tragekomfort bieten als ein Ring, der innen komplett flach ist.
Die Innenbombierung dient dem leichteren Aufsetzen und Abnehmen des Ringes, da nur ein Teil der Gesamtringbreite über den Finger gestriffen werden muss.
Zudem ist die „Druckfläche“ des Ringes auf den Finger reduziert und der Ring sitzt angenehmer.
Unsere Profile sind auch in den Aussen-Bombierungen frei wählbar – ganz nach Ihren Wünschen.
4) Steininformationen
Was Sie bei der Wahl des Steines unbedingt wissen und beachten sollten!
4.1) Steinqualität
Die Diamant-Qualität wird über die 4 C´s des Diamant bestimmt.
4.1.1) Carat - Gewicht
Carat ist das Gewicht für Diamanten 1ct = 0,20g
4.1.2) Colour – Farbe
Die Einteilung der Farben ist nun nach ansteigender Qualität aufgeführt:
+
getöntes Weiß
++
leicht getöntes Weiß
+++
Weiß
+++ +
Feines Weiß
+++ ++
Feines Weiß +
+++ +++
Hochfeines Weiß
+++ +++ +
Hochfeines Weiß +
4.1.3) Clarity – Reinheit
Über die Einteilung können Diamanten einem Reinheitsgrad zugeordnet werden. Die Reinheit des Steins kann z.B. durch natürliche Kohleeinschlüsse beeinträchtigt werden.
Je weniger Einschlüsse ein Diamant hat desto reiner ist er.
+
piqué, mit bloßem Auge erkennbare Einschlüsse
++
si (small inclusions), kleine naturbedingte Einschlüsse
(ca. unter 10-facher Vergrösserung zu sehen)
+++
vsi (very small inclusions), kleine nicht sichbare Einschlüsse
+++ +
vvsi, winzige Einschlüsse (very, very small inclusions), winzige Einschlüsse
+++ ++
if (lupenrein)
4.1.4) Cut – Schliff
Die Häufigsten Steinformen finden Sie unter 4.2) Steinformen
4.2) Steinformen
Diamanten erhalten Sie in der bekanntesten Steinform – rund. Selbstverständlich gibt es auch viele andere Steinformen, wie z.B:
|
Brillant |
Baguette |
|
Herz |
Emerald |
|
Navette |
Oval |
|
Princess |
Tropfen |
4.3) Farbsteine – Fancy Colour
Hierbei wird zwischen naturfarbenen und bestrahlten Diamanten unterschieden. Die künstlichen Farben werden durch Bestrahlung erzeugt. Auf diese Weise verändert sich die Oberfläche oder das Kristallinnere des Diamanten.
Das Ergebnis dieser Bestrahlung ist - je nach Dauer und Intensität - eine Grünfärbung in unterschiedlichen Schattierungen. Beim nachträglichen Erhitzen dieser künstlich grün gewordenen Diamanten verändert sich das Kristallinnere erneut. Dadurch erhalten die Diamanten nun eine satt gelbe bis braune Farbe, grün aber auch blau, je nach Ausgangsfarbe, Temperaturhöhe und Bestrahlungsdauer.
Die Bestrahlung eines Diamanten kann nur mit modernen Labortechniken nachgewiesen werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es auch Diamanten gibt, welche auf natürliche Weise im Erdinnern bestrahlt wurden.
5) Gravur
5.1) Gravurtechniken
Gravuren können grundsätzlich sowohl innen als auch außen auf einen Ring aufgebracht werden. Der Gravurtext erscheint in der Regel in der Farbe des darunterliegenden Metalls.
Die Gravur kann durch verschiedene Techniken umgesetzt:
Maschinen-Gravur
Der Text wird maschinell, meist durch einen Diamanten, in den Ring graviert.
Hand-Gravur
Bei diese Variante wird das Werkzeug von dem Goldschmied selbst geführt.
Laser-Gravur
Bei der Laser-Gravur wird mit Hilfe einer Maschine der Text durch einen starken Laserstrahl in den Ring gelasert. Diese Methode ist durch ihre Schrifttiefe in der Regel langlebiger als andere Gravuren.
5.2) Gravurschriften
5.2.1) Schriftarten
Für die Gravuren stehen Ihnen grundsätzliche verschiedenen Schriftarten zur Verfügungen. Welche, diese im Detail sind, ist abhängig von den verschiedenen Gravurmaschine.
5.2.2) Eigene Handschrift:
Viele Juweliere bieten ebenfalls die Möglichkeit, die eigene Handschrift in die Ringe verewigen zu lassen. Zuerst schreiben Sie Ihren persönlichen Text auf ein Blatt Papier. Dieses wird eingescannt und mit Hilfe der Maschine in den Ring graviert. Dadurch entsteht ein sehr persönliche Gravur.
5.2.3) Symbole:
Oft sagt ein Symbol mehr als tausend Worte. Zwei ineinander verschlungene Ringe, ein Herz oder das Unendlichkeitszeichen sind nur drei von einer Vielzahl an Symbolen die Sie zusätzlich zu Ihrem Text in die Ringe gravieren lassen können um der Gravur noch mehr Gefühl einzuhauchen.
5.3) Textvarianten
Eine Gravur ist etwas sehr persönliches. Eine Erinnerung an die Liebe, die bei erneutem Lesen nichts anderes als Freude, Leidenschaft und Glück vermittelt.
Bei der Wahl Ihres Textes sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ein Roman wäre allerdings etwas zu lang. Viele Paare verbindet ein besonderes Erlebnis miteinander oder sie haben Kosenamen die für sie eine besondere Bedeutung haben.
Die Gravur kann also von einem Insider-Spruch, über einen Liebesschwur bis hin zur klassischen Variante, den Namen des Partner und dazu Ihr Hochzeitsdatum, alles sein.
Um Ihnen Ideen an die Hand zu geben haben wir ein paar der klassischen Varianten für Sie zusammengetragen:
klassisch und schlicht, das Hochzeitsdatum:
07.07.2007
klassisch persönlich, der Name des Partners und Ihr Hochzeitsdatum:
Nina 07.07.2007
ebenfalls klassisch und persönlich, Ihre beiden Namen verbunden mit einem &-Zeichen oder einem Symbol und Ihr Hochzeitsdatum:
Nina & Frank 07.07.2007
Weitere Ideen:
Der Liebesschwur:
z. B.: In Liebe vereint
Persönlicher Text über beide Ringe verteilt:
Zusammen sind Sie eins. Also warum nicht einen Liebesschwur oder persönlichen Text im ersten Ring beginnen und im zweiten Ring abschließen. Zusammen stehen beide Ringe für Ihre Liebe.
Ring 1:
Nur mit Dir allein ...
Ring 2:
... möchte ich immer Glücklich sein.
6) Der Trauring
6.1) Verlobungsringe
Der Verlobungsring ist wohl Teil jeder Verlobung. Hier wird symbolisch die kommende Hochzeit angekündigt. Manchmal hört man auch den Satz „Ehe auf Probe“. Doch ist der Verlobungsring genau wie der Trauring ein Zeichen der Zusammengehörigkeit.
In Deutschland wird der Verlobungsring traditionell an der linken Hand getragen.
Eine ausgeprägte Tradition hat der Verlobungsring in den USA. Dort bekommt die Dame zur Verlobung einen Verlobungsring, meistens einen Diamantring und zur Hochzeit noch ein zum Verlobungsring passendes Wedding Band. Diese beiden Ringen trägt sie zusammen an der linken Hand.
6.2) Geschichte des Traurings
Der Ring ist, als Symbol für Zusammengehörigkeit, schon lange Teil der menschlichen Geschichte. Die Germanen sahen einen Pfand der Liebe in dem Ring. Der Glaube, dass ein Ring am linken Finger die Liebe festigt war bei den Römern und den Ägyptern verbreitet.
Der Trauring soll ebenfalls ein Zeichen sein, dass diese Person bereits vergeben ist. Das Tragen des Ringes steht damit auch für die gegenseitige Treue.
Noch heute hält sich der Glaube, dass sollte ein Trauring verloren gehen, Unglück über das Paar herreinbricht. Deshalb sollte der Trauring ersetzt und neu gesegnet werden.
6.3) Der Trauring heute
Der Gedanke des Traurings, Eherings, hat sich bis heute gehalten und gehört zu jeder Hochzeit dazu.
In Deutschland werden die Trauringe traditionell an der rechten Hand getragen. In den Mittelmeerländern und den USA wird er jedoch eher an der linken Hand getragen.
An dieser Stelle bedanken wir uns ausdrücklich bei 123Gold, welche uns freundlicherweise die Informationen und die Bilder zur Verfügung gestellt haben.
Sie haben den perfekten Verlobungsring oder Trauring gefunden? Aber Ihr Hochzeitsbudget ist schon komplett aufgebraucht? Wir helfen Ihnen! Hier geht´s zu unseren Spartipps


